Forstwirtschaft

FORSTZENTRUM / METSÄNHOITO 2011: ”Auf fruchtbaren Wachstumsflächen erstickt ein beachtlicher Teil der Jungbäume bereits im ersten Jahr zwischen Getreide und Buschwerk, wenn nicht eine gute Keimlingspflege im Frühstadium stattgefunden hat. Der Wert der Jungbäume kann sich innerhalb einiger Jahre um 40 % vermindern, wenn man diese nicht artgerecht pflegt. Der Wert des Holzes bleibt zukünftig niedrig, weil die Rundholzanhäufungen geringer sind als jene in Waldbeständen, deren Pflege im Frühstadium sorgfältig erfolgt ist."

taimitassukuva.jpgKeimlingsschutz

Der Gewinn eines Waldes ergibt sich nicht nur aus dem Stockpreis pro Baumstumpf.  Auch Zusatzkosten und Risiken müssen einbezogen werden.  

 

Im Anschluss an eine Jungholzaufzucht mit einem Gesamtkostenaufwand von ca.1500 Euro/Hektar entstehen die häufigsten Unkosten durch das Neueinpflanzen der Setzlinge, Instandhaltung und Ausbesserung, nötige Frühpflege, Abholzung, Düngung, Erwerb neuer Setzlinge sowie verschwendete Wachstumszeit.

Schäden durch Wildverbiss

Schadensobjekte

Die schwerwiegendsten Wildschäden entstehen durch Elche, und zwar hauptsächlich bei Jungholz von Laubbäumen und Kiefern mit einer Höhe von 1-3 m, aber auch bei kleineren Setzlingen.  Bei Hirschen / Elchen besonders beliebt unter den einheimischen Holzsorten sind Ebereschen, Weiden, Espe und Wacholder vor Birken und Kiefern.  Die Silberbirke ist eine beliebtere Nahrung als die Moorbirke.  Erle und Fichte werden selten gefressen.  Aber das Wild liebt auch die meisten edlen Laubbäume sowie ausländischen Baumarten wie Lärchen.

Voranschreiten der Schäden

Typisch für Wildschäden sind, dass diese jedes Jahr wiederholt an denselben Junghölzern vorkommen.  Im schlimmsten Fall machen die wiederholten Schäden das Jungholz unbrauchbar.

Auswirkungen auf den Baum

 

Hirsche / Elche brechen Äste und Wipfel sowie die Stämme von dünneren Bäumen ab.  Folgen sind Wachstumsschäden und Qualitätsmängel. Fraß von Seitenzweigen und Blätterabriss können den Oberwuchs austrocknen. Durch Beschädigung der Rinde von großen Espen und jungen Nadelbäumen durch Abbiss entstehen langfristige Stammschäden. Schäden entstehen auch durch Reiben der Geweihe und Eintrampeln junger Setzlinge.

www.metla.fi/tiedotteet/2012/2012-08-15-hirvikarkote.htm 

”Durchgeführte Tests zeigten, dass der sogenannte TRICO-Schutz in seiner Anwendung Verbiss-Schäden an oberen Setzlingswuchs und -ästen verhinderte, aber auch an Seitenästen beachtlich verringerte. Zusätzlich zu dieser Schutzfunktion ist erwähnenswert, dass dieses Schutzmittel keinerlei Nebenwirkungen beispielsweise auf das Wachstum der Bäume hatte. Während der im Sommer stattgefundenen Tests entwickelten sich die mit dem Schutzmittel Trico behandelten Birken-Jungtriebe gänzlich normal und es konnten keinerlei Ungewöhnlichkeiten festgestellt werden.  Aufgrund dieser Tests kann Trico als einsetzbares Mittel zum Schutz von Jungbäumen vor Hirschen/Elchen sowohl im Sommer als auch im Winter angesehen werden."